EILMELDUNG: Angesichts der anhaltenden Trockenheit mit einer Waldbrandalarmstufe 5 und einem Graslandindex von 4 ist das Johannisfeuer am 23.06. abgesagt. Weitere infos…

Vereinsgeschichte

Es ist wahrscheinlich einmalig, dass die Gründung eine Skiclubs nicht nur auf das Ausüben des schönen Wintersports, sondern in erster Linie auf Sandskifahren zurückzuführen ist! Einem Skienthusiasten, nämlich Martin Götz, hat es der Skiclub Monte Kaolino zu verdanken, dass Anfang der 50er Jahre mit mehr oder weniger Erfolg versucht wurde, auf diesem Quarzsandberg Ski zu fahren.Durch große Kaolinvorkommen in der Hirschauer Umgebung, die von den Amberger Kaolinwerken im Tagebau abgebaut werden, ist dieser Sandberg entstanden. Bei der Herstellung des Kaolins fällt unter anderem als Nebenprodukt Quarzsand an, der zu einer riesigen Halde aufgeschüttet wird – und der Sandberg ist im Laufe der Jahre auf immerhin 32 Millionen Tonnen Quarzsand angewachsen!

Im Jahre 1957 bauten die Amberger Kaolinwerke an der Südseite des Berges einen Schlepplift, eine 30-Meter- Schanze, sowie Umkleide- und Duschräume. Im Juli wurde die Sandbergschanze durch den Oberstdorfer Skispringer Heini Klopfer abgenommen. Alljährlich kommen tausende Besucher zum Monte Kaolino, der sich zwischenzeitlich zu einem richtigen Freizeitpark ausgeweitet hat.

Unter der Federführung von Hans Dobmeyer und Dieter Heckmann wurde neben den Sommerveranstaltungen auch der Wintersport, besonders aber der nordische Bereich, aufgebaut. Dieter Heckmann war es vornehmlich zu verdanken, dass speziell der Skilanglauf konsequent gefördert und weiterverfolgt wurde. Nicht nur als Aktiver, sondern auch als Organisator und Sponsor hatte er immer das richtige Gespür für den weißen Sport.

Damit die Trainingsbedingungen für den Nachwuchsbereich optimal waren, errichtete man unter seiner Leitung neben einer Sprungschanze, einen Schießplatz und auch eine beleuchtete Nachtstrecke zunächst am Kalvarienberg, später dann aber auf dem Rotbühlsender.

Heute ist das Ehrenmitglied des SC Monte Kaolino Hirschau, Dieter Heckmann, noch immer dem Skilanglauf treu. Seine Liebe zum Skilanglauf hat er an seine beiden Söhne Thomas und Johannes weitergegeben. Beide sind bereits seit vielen Jahren mit dem gleichen Engagement im Verein tätig.

Durch die konsequente Förderung des Nachwuchsbereiches im Skilanglauf konnte der SC Monte Kaolino zahlreiche nationale wie internationale Titel gewinnen. Stellvertretend sei nur Jochen Behle erwähnt, welcher neben seinen 6 Olympiateilnahmen den „Weltrekord“ an Einzelstarts bei Weltmeisterschaften hält.

Aufgrund der Tatsache, dass uns die Winter nie mit viel Schnee verwöhnt haben, hat der SC Monte Kaolino in drei Bauabschnitten eine 5 km lange, anspruchsvolle Nachtloipe errichtet, die auch bei wenig Schnee über 2,5 km künstlich beschneit wird.

In einer sehr engen und guten Zusammenarbeit mit den bayerischen Staatsforsten wurde der Ausbau der Strecken, sowie die Errichtung eines Stadiongeländes im Anschluss an den forsteigenen Parkplatz im Langlaufzentrum Rotbühlsender in den Jahren 2012 bis 2016 durchgeführt.

Ein großer Wunsch ist ebenfalls in Erfüllung gegangen, und zwar wurde die Gemeindeverbindungsstrasse Weiher-Hainstetten von den Gemeinden Hirschau und Freudenberg im Jahr 2016 geteert.

Ein Skiclub wie der SC Monte Kaolino kann natürlich nicht von seinen aktiven Sportler allein existieren. Es werden die verschiedensten Veranstaltungen mit Unterstützung der Vereinsmitglieder durchgeführt. So war der SC Monte Kaolino bereits Ausrichter von regionalen, bayerischen und deutschen Meisterschaften. Hinzu kommen noch zahlreiche internationale Veranstaltungen wie z. B. die Senioren WM 2003 in Seefeld im Skilanglauf.

Darüber hinaus ist der Verein auch im Sommer sehr aktiv und organisiert Veranstaltungen wie das Johannisfeuer auf dem Gipfel des Monte Kaolino, die Sandski – Europameisterschaft, den Wolfgang-Droßbach-Gedächtnislauf oder das Rollskirennen, um nur die wichtigsten zu erwähnen.

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© 2017 SC Monte Kaolino Hirschau e.V.